Who the f**k is Atame?


Auf dieser Seite werde ich mal ein bißchen über mich preisgeben... was sicherlich auch mit der Zeit ergänzt und erweitert werden wird, wenn mich mal wieder mein Mitteilungsbedürftnis oder meine Profilierungssucht packt ;-).

 
Geboren wurde ich in der bayrischen Landeshauptstadt im Summer of '69 - genauer am 27.07.1969. Ich bin also Löwe mit - wenn ich das mal richtig ausgerechnet habe - Aszendent Jungfrau... allerdings glaube ich nicht an Horoskope - wir Löwen sind nämlich skeptisch ;-). Meine Eltern ließen mich auf den Namen "Günter" taufen. "Günter" ohne "h" wohlgemerkt - eine Kleinigkeit, die nur allzu gerne übersehen wird. Ich lebe zur Zeit in einem Vorort von München und verdiene meine Brötchen als Organisations-Programmierer. Neben Internet- und BDSM-bezogenen Aktivitäten, verbringe ich meine (natürlich viel zu wenige) Freizeit gerne mit Kino, Lesen (hauptsächlich Fantasy-Romane) und treibe obendrein auch ein bißchen Sport (Badminton, Fitneß). Außerdem höre ich gerne Musik (Hard&Heavy, Düsterzeugs und Instrumentales) - meist begleitend zu anderen zuvor genannten Tätigkeiten. Die schöne Zeichnung links neben diesem Text stammt von meiner lieben Petra (im IRC auch als greta- bekannt). Pssst, im wahren Leben trete ich nur selten so düster-böse und/oder matrixlike auf - sehr zum Bedauern meiner Süßen ;-).


Im Web (also in Chats, auf Mailinglisten etc.) bin ich unter dem Nickname "Atame" anzutreffen. Das heißt "Fessle mich" auf Spanisch und ist der Originaltitel des gleichnamigen Petro Almodovar Films. Er handelt übrigens von einem jungen Mann (Antonio Banderas), der sich in eine Schauspielerin (Victoria Abril - Szenenfoto rechts) verliebt, diese entführt und dann in der Hoffnung, sie möge sich in ihn verlieben, zumeist gefesselt in seiner Wohnung gefangen hält. Obwohl ich diese Komödie recht gut finde, würde ich mich nun nicht gerade als Almodovar-Fan bezeichnen. Tatsächlich wählte ich den Nick wegen seiner Bedeutung. Gerade in meiner Online-Anfangszeit in Webchats war das recht praktisch, da (neben Leuten, die des Spanischen mächtig waren und Almodovar-Enthusiasten) fast nur BDSMler was mit "Atame" anfangen konnten. Allerdings dachten auch ein paar Esoteriker und Wiccas, mein Name käme vom rituellen Hexen-Dolch "Athame".


Meine sexuellen Vorlieben führe ich weder auf meine Kindheit, Erziehung, Jugend etc. noch auf ein spezielles Schlüsselerlebnis zurück. Statt dessen bin ich der Ansicht, daß ich bereits als BDSMler geboren wurde. Zumindest hat es mich schon solange ich mich zurückerinnern kann seltsam erregt, gefesselt zu werden, oder Andere zu fesseln und so versuchte ich bereits in sehr jungen Jahren immer wieder, meine Freunde aus der Grundschule zu entsprechenden Spielen zu animieren.

Dadurch daß SM dann in den 90'ern eine Art "Popularitätsschub" bekam und vermehrt in den Medien  auftauchte, bekam ich schließlich mit, daß meine besondere Neigung wohl gar nicht mal so selten ist. Allerdings entsprach dieses Bild, welches mir anfangs über BDSM vermittelt wurde, auch nicht gerade meinen Vorstellungen bzw. meiner Einstellung. Es war zu kalt, zu hart, zu unpersönlich, zu humorlos etc. Die peitschenschwingende Domina, die ihren winselnden Sklaven verbal niedermacht, war nicht gerade das, was ich mir für mein Sexualleben oder gar für eine Beziehung vorstellen konnte.

Irgendwann fand ich in einem Sexshop ein paar amerikanische Bondageheftchen und was ich da sah, sprach mich ziemlich an - nämliche Leute, die sichtlich Spaß an ihrer besonderen Sexualität hatten. Ein weiterer "Meilenstein" meiner Entwicklung war der Fernsehbeitrag "Und das soll Liebe sein?" aus der Reihe "Unter Deutschen Dächern". Hier erlebte ich nun zum ersten Mal junge Leute als Sadomasochisten. Lacht nicht, aber zuvor glaubte ich tatsächlich, daß Sadomasochismus etwas ist, was lediglich von Leuten praktiziert wird, die an die Vierzig und älter sind.

Nun wußte ich also: es gibt sie. Nur wo? Dann 1997 entdeckte ich das Internet. Und relativ schnell auch das Medium "Chat". Und plötzlich waren sie da... in einem Webchat namens "ChatCity" im Channel "Bizarre-Talk". Dort traf ich neben vielen Kiddies und Spinnern auch "meine" ersten richtigen SMler. Leute mit ähnlichen Neigungen, wie ich sie in mir spürte... Leute, die das tatsächlich auslebten, was bei mir lediglich in meiner Phantasie existierte. Von da an ging es praktisch Schlag auf Schlag ;-). Über eine E-Mail-Freundin erfuhr ich von einer SM-Mailingliste namens "Zart & Hart". Dort schrieb ich mich dann ein und kurze Zeit später wurde ich per PM (Private Mail) plötzlich und unerwartet zu einem Münchner SM-Stammtisch eingeladen. Nach anfänglichem kurzen Zögern und einem "Überredungsmail" traute ich mich dann da hin und habe das auch niemals bereut... ganz im Gegenteil. Über den Stammtisch gelangte ich schließlich in den IRC-Channel #bdsm.de und kurze Zeit später besuchte ich bereits meine ersten öffentlichen und privaten SM-Parties.

Tja, man kann also sagen, daß ich im ersten Halbjahr 1998 kräftig am BDSM-Braten schnuppern konnte, ohne ihn allerdings auch kosten zu dürfen. Es dauerte noch einige Monate, bis ich dann auch zum ersten Mal selbst spielte. Seitdem kann ich auf etliche geile Erlebnisse, sowohl am dicken wie auch am dünnen Ende der Gerte zurückblicken. Zurückblicken? *pah* Um es mit Janets Worten zu sagen: "I've tasted blood and I want more"...

Ach ja, für alle, die unbedingt mehr von mir sehen wollen, habe ich ein Fotoalbum eingerichtet.


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